Musik verstehen und genießen

Diesmal möchte ich ein Thema ansprechen, das vielleicht (bzw. hoffentlich) auch dich interessiert.

 

Ich liebe Musik und Musik-Theater und besuche oft Konzerte, weil ich dort direkt und live die Musik genießen kann. Nach meiner Auffassung: 

je intensiver das Musikerlebnis ist, desto größer ist der Genuss. 

Daher bin ich auch bereit, viel Geld für eine hochwertige Stereoanlage auszugeben, weil sie mehr Musikgenuss verschafft.  Eine gute Stereo Hi-Fi Anlage kann die Musik intensiver und direkter vermitteln.  

 

Ich gehe manchmal zu Werkeinführungen eines Theaters die vor den Vorstellungen stattfinden, bevor ich mir dort anschließend ein Musikstück oder eine Oper anhöre. Denn danach genieße ich die Musik viel intensiver und verstehe auch nebenbei warum z.B. das Bühnenbild so ist wie es ist. 

 

Man kann vieles natürlich auch ohne Vorwissen genießen. Die Sonne scheint auf jeden, jemand, der sich einfach nur bräunen will, wird sie genauso genießen wie ein Physiker, der den genauen Vorgang dahinter versteht.

Die Frage ist, an was denkt der Physiker überhaupt, hat er durch sein Wissen jetzt noch mehr Genuss als der Rest?

 

So ist es auch mit dem Musikgenuss. 

 

Es ist einfacher, einen Roman zu verstehen als ein langes Musikstück. 

Warum?   Die Musik lebt in ihrem eigenen Reich.

 

Ich lese gerne die Auffassungen von Heinrich Schenker und Viktor Zuckerkandl, also ihre Schriften und Bücher über Musik. Ich halte sie für sehr wichtig und bedeutend. Heinrich Schenker war ein bedeutender Musikwissenschaftler, der besonders klar und treffend das Wesen der Musik erklären konnte.  Genau so wie der Dirigent und Lehrer Viktor Zuckerkandl.

 

Eine (gekürzte) Formulierung von Schenker hat es mir besonders angetan:

Biete […] der Menge einen Mozart, lasse sie seine Opern schauen, sie wird trotzdem niemals den Abstand seiner großen Kunst in der Oper von der Opernmusik anderer Komponisten begreifen, juble Beethoven […] mit Schiller den „Hymnus an die Freude“ in der IX. Sinfonie hinaus - die Menge wird zu seinen übrigen Kunstwerken trotzdem niemals den Zugang finden.“

 

Gerade das Schicksal der musikalischen Kunst ist an das Gesetz ihres Ursprungs gebunden, sie kann der einmal entdeckten Mehrstimmigkeit nicht mehr entraten, gehört seitdem unwiderruflich nur solchen Kreisen zu, die mit einem Ohr für sie ausgestattet sind. Das lehrt uns der geschichtliche Hintergrund der Musik.“ 

(Aus Schenker Buch: „Neue Musikalische Theorien und Phantasien“ - Universal Edition.)

 

Bescheiden und taktvoll war Schenker nie…

Heutzutage klingt das ziemlich hart, aber damals war es normal und vor allem, weil es inhaltlich stimmt, was er behauptet - „ […] sie kann der einmal entdeckten Mehrstimmigkeit nicht mehr entraten, gehört seit dem unwiderruflich nur solchen Kreisen zu, die mit einem Ohr für sie ausgestattet sind.“ - finde ich seine Aussagen gut.

 

Dieses Problem, ein komplexes Musikstück zu verstehen oder eben nicht und nachverfolgen zu können, ist mir bewusst. Deswegen hab ich mich überhaupt erst mit Musiktheorie befasst.

 

Die Moral der Geschichte ist: Eine gewisse Vorbildung, Gehörfähigkeit und Wissen täte es allen gut, wenn man ein Stück nicht nur genießen sondern auch verstehen möchte.  Denn mehr verstehen = mehr Genuss.

Die Wissensvermittlung in der Musik

Diese hat unteranderem L. Bernstein in der TV-Serie „Concert for Young People“ sehr gut gemeistert. 

 

In meiner Jugend habe ich diese Serie gern angeschaut, sie wurde ( ,sogar in Ungarn,) damals in den 70er Jahren, ausgestrahlt. Auf Bernsteins lockere, lustige Art hat er gut über Musik erzählen können und auch immer mit Beispielen - hinter ihm stand nämlich die N.Y. Philharmoniker Band - alles gleich demonstrieren können. Das war und ist (musikalische) Volksbildung auf hohem Level!

 

Daher empfehle ich dir auch diese Sendungen, die du auf YouTube gratis anschauen kannst, wirklich aufmerksam zu verfolgen.

 

Hier als Beispiel „Liszt and the Devil“, sieh kurz rein, wie einfach aber gut Bernstein das macht…

Es gibt noch einen guter Musik-„Erklärer“, Stefan Mickisch.  Er ist ein deutscher Pianist, Komponist und Musikwissenschaftler. Er hält unterhaltsame musikalischer Vorträge auf der Bühne, untermalt mit seinem Klavierspiel. Er spricht ausführlich über verschiedene Themen in der Musik. Über Wagner, über den Wagner-Akkord (es gibt ihn wirklich!) uvm.

 

Von Stefan Mickisch gibt es auch einige gute Videos im Internet. Es gibt auch CDs von ihm.

 

Diese Sendungen gehen natürlich nicht ganz tief in de Regeln der Musik ein, das war auch nicht Zweck der Macher. Ihr Ziel ist und war den Leuten Appetit auf mehr Musik zu machen.

 

Wenn du noch genauer die Regeln der Musik kennenlernen willst dann lies mein Buch „Musik für alle!“.

 

Ich möchte dir diese zwei Interpreten nochmals empfehlen, weil sie sehr gut und sinnvoll die komplexeren Musik Stücke erklären und nahe bringen können. Damit die anspruchsvolle Musik nicht nur denen gehört, „die mit einem Ohr für sie ausgestattet sind“. 

 

Hole auch du dir dieses „Ohr“, es ist ganz einfach.

 

Werde auch Du ein aktiver Hörer!

 

Dazu möchte ich dich motivieren und dir eine konkrete Hilfe anbieten, damit du dich mehr und genauer mit den Regeln der Musik befassen kannst.

So wirst auch du die Musik mehr genießen.

 

Ein kostenloser Ratgeber der dir sofort helfen kann.

Ich zeige dir die ersten Schritte, ganz einfach mit einem kostenlosen Ratgeber.

Hole dir das Musik 1x1 und fange gleich an!

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