Musiktheorie für Kinder?

Ist diese Frage überhaupt ernst gemeint?

 

Sogar erwachsene Musiker rümpfen manchmal die Nase und bezweifeln, dass Musiktheorie in der Praxis überhaupt anwendbar sei.

 

Meine Antwort lautet dagegen eindeutig: Ja!

Wenn man die Musiktheorie als Spiel auffasst!  Ersetzen wir den Begriff „Musiktheorie“ durch „Spielregeln der Musik“, dann bekommt er eine ganz andere Bedeutung und Sinn.

 

Kinder spielen gerne, so lernen sie ihre Umgebung kennen. Aber nicht nur Kinder spielen, sondern auch Erwachsene. Überhaupt spielen Menschen seit Anbeginn der Kultur gerne.

Der Spieltrieb beschränkt sich aber nicht auf den Menschen, auch Tiere und sogar die Natur spielt gerne!

 

Darüber hinaus gibt es noch die „Evolutionäre Spieltheorie“, wo die Evolution selbst als eine Art Spiel betrachtet wird – ein Spiel, das sich selbst spielt.

Auch die abstrakte Natur der Mathematik selbst ist spielerisch. Es gibt sogar eine neue mathematische Disziplin, die Spieltheorie.

Homo Ludens, der spielende Mensch

Spielen macht das Leben interessanter, Spielen verleiht der Notwendigkeit Lust. Die Spieler erleben Spannung und Freude – aber in dem Bewusstsein, dass sie außerhalb des gewöhnlichen Lebens stehen. 

Jedes Spiel hat einen Zweck: das Spielziel. Dabei hat dieses Ziel nur wenig mit der Wirklichkeit zu tun.

 

Bei Ausgrabungen fand man Brettspiele. Das meistgespielte Brettspiel stammt aus China und ist etwa 4000 Jahre alt. Das älteste Mühlespiel entdeckten Archäologen in Irland, aus dem Jahr 2000 vor Christus.

 

 

Zwei Begriffe sind wesentlich: „Spiel“ und „Kind“. Das Spiel bildet die seelischen Funktionen des Kindes aus. Es wird dafür ein Ort geschaffen, an dem Kinder die Möglichkeit erhalten, sich spielerisch zu entfalten: der „Kindergarten“.

Tatsächlich hat das Spiel auch ernste Seiten.

 

Ein Kind lernt, wenn es spielt, darum sind für ihn Spielzeuge auch die Werkzeuge des Lernens. Das meistgebrauchte Spielzeug der Kinder und Jugendlichen ist heute der Computer (auch in Form des Smartphones oder der Spielkonsole).

 

Wir sollten bedenken, dass Kinder einen ganz natürlichen Zugang zum Computer haben: Sie spielen mit ihm.  Spiel und Computer haben einiges gemeinsam: Computer bestehen aus Hard- und Software, Spiele aus Spielmaterial und Spielregel.  Jedes Spiel ist wie ein Computerprogramm, in dem der Spieler, programmiert durch die Spielregeln, als ausführende Organ agiert, ähnlich wie der Computer.

Das Spiel der Spiele: die Musik

Die 7 Tonstufen bilden eine Einheit.
Tonsilben System

Für mich ist das Spiel der Spiele die Musik, das Spiel mit den Tönen.
Musik ist ein tolles, hörbares Spiel. Da kann Jung und Alt gleichermaßen spielen. Wer die Regeln kennt, wie Töne harmonisch zusammenpassen, kann schöne Melodien – Musik – erfinden.
 Diese Regeln können auch Kinder für sich entdecken.

 

Nochmals die Frage: Musiktheorie für Kinder?

 

Ist das denn nötig? Ja, und sogar sehr sinnvoll! 

 

Im Kindesalter lernen wir am schnellsten, und wenn man die Musiktheorie als Spiel auffasst, dann macht das Lernen auch Spaß!

 

Musiktheorie ist ein Thema, das oft stiefmütterlich behandelt wird.  Zu Unrecht, wie ich finde. Wenn man Schach spielen will, dann muss man die Regeln, Züge und die Taktik verstehen, um gut zu werden und oft zu gewinnen. Niemand würde auf die Idee kommen zu behaupten, die Züge und die Taktik des Spiels wären unnötig!

 

Doch oft haben Musiklehrer neben dem Instrumentalunterricht keine Zeit für Musiktheorie. Dadurch werden wertvolle Jahre, in denen das Kind spielerisch die Regeln der Musik erlernen könnte, versäumt.

So ist die Situation in den meisten Musikschulen.

 

Andere angebotenen Kurse wie musikalische Früherziehung schöpfen das Potenzial, welches ein Kind in jungem Alter hat, selten ausreichend aus.  
Ich spreche aus Erfahrung: Ich habe zwei Kinder, die anfangs die üblichen Angebote wie Früherziehungs-Kurse und auch den Kinderchor und ähnliches besucht haben.  Zudem habe ich viele Musiktheorie-Bücher und Ratgeber gekauft, um ihnen mehr beibringen zu können.  Zufriedengestellt hat mich das aber nie.

Gibt es eine Lösung für dieses Problem?

Ja, sie ist näher und einfacher, als Sie vielleicht denken.

Es gibt ein Buch, das Schritt für Schritt jedem zeigt, wie die Spielregeln der Musik in der Praxis angewendet werden, das „Spielbuch der Musik“.
Sie können die Aufgaben und Lehrmethoden mit Ihrem Kind zusammen durcharbeiten und gemeinsam die Musik besser kennenlernen. Ihr Kind und Sie selber werden die Musik mit anderen Augen oder besser gesagt Ohren erfahren.

 

Es muss auch kein Instrument beherrscht werden, weder von Ihnen noch vom Kind. Das Einzige, was sie beide brauchen, ist Ihre eigene Stimme, denn durchs Singen lernt man am schnellsten!  Die Spielregeln der Musik kann ein Kind am besten durch Hören und Singen erkunden und entdecken.

 

Es geht dabei um die Verknüpfung von Begriff und Ton, die sehr wichtig ist. In unserem Gehirn entsteht dabei eine Vernetzung von Klang und Tonsilbe – eine Voraussetzung dafür, das Wissen über Musik effektiv erlernen und weitergeben zu können.

 

Die Welt der Töne zu entdecken ist eine faszinierende Sache, die langsam und Schritt für Schritt erfolgen sollte. Da eine kreative Herangehensweise immer vorteilhaft ist, wird von Anfang an auf das Erstellen von Variationen, also das Erfinden von neuen Kombinationen von Tönen, Wert gelegt. 

 

Sie brauchen auch dazu keinerlei Vorkenntnisse, nur eine kostenlose Klavier-App. Meistens sind die Tasten mit den Namen der Töne beschriftet. Sie und ihr Kind müssen also nur die sieben Namen der Tonsilben lernen. Überdies empfehle ich für den weiteren Verlauf des „Spieles“ ein Notenschreib-Programm, es heißt „Finale NotePad“. (Natürlich gibt es auch andere kostenlose Programme, das ist nur meine Empfehlung).

Der Vorteil ist, dass man gleich sieht und hört, wie die notierte Musik klingt.
Die Handhabung des Programms ist schneller zu erlernen als ein Instrument!
Es ist sogar möglich Kindern den Kontrapunkt beizubringen. Wer in der Lage ist Uno, Mühle oder Schach zu spielen, kann auch die Regeln der zweistimmigen Musik erlernen!

 

Ich habe dies und noch viele weitere wichtige Elemente der Musik in meinem Buch in leichter Sprache formuliert, damit wirklich Jeder und Jede die Inhalte versteht und nicht mit Fremdwörtern und Fachbegriffen überfordert wird.

 

Ein Vorteil dieser Methode ist, dass Kinder und Schüler die Musiktheorie dreimal so schnell erlernen wie im herkömmlichen Unterricht. Die ersparte Zeit kann dann kreativ genutzt werden.

 

Das Buch ist einfach und unterhaltsam geschrieben. Eine junge Schülerin und ihr Lehrer führen einen Dialog, während sie die Spielregeln der Musik singend kennenlernen und neue Melodien erfinden.

 

Im Buch sind viele wichtige Erkenntnisse der Musikwissenschaftler Heinrich Schenker, Viktor Zuckerkandl und Zoltán Kodály enthalten, welche ich kindergerecht umformuliert habe.

 

Wenn Sie das „Spielbuch der Musik“ interessiert, können sie hier mehr Informationen dazu erhalten. Hier klicken: Spielbuch der Musik

 

 

P.S.: Auch als Weihnachtsgeschenk eignet sich das Buch gut ;)

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